Wermutkraut (Artemisia absinthium) — klassische europäische Bitterstoffpflanze

Wermut (Artemisia absinthium) ist eine in Europa und Westasien heimische Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Das oberirdische Kraut zählt zu den traditionellen europäischen Bitterstoff-Pflanzen.

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Wermutkraut

Was ist es?

Artemisia absinthium ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit silbrig-grünem fein zerteiltem Laub und unscheinbaren gelben Blütenköpfchen. Das getrocknete oberirdische Kraut enthält charakteristische Bitterstoffe — Sesquiterpenlactone (Absinthin, Anabsinthin) — sowie ein ätherisches Öl mit Thujon als bemerkenswertem Inhaltsstoff. Wegen des Thujon-Gehalts ist die Verwendung in Lebensmitteln innerhalb der EU mengenmäßig reguliert.

Gesundheitsbezogene Angaben

gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012

Für Wermutkraut sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.

Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.

Funktion im Körper

Wermutkraut enthält als charakteristische Bitterstoffe die Sesquiterpenlactone Absinthin und Anabsinthin sowie weitere Bitterprinzipien (Artabsin, Matricin). Das ätherische Öl (0,2–1,5 %) wird von Monoterpenen wie α- und β-Thujon, trans-Sabinylacetat und Chamazulen dominiert. Daneben finden sich Flavonoide, Phenolsäuren und Lignane. Die European Medicines Agency (HMPC) hat eine Community Herbal Monograph zu Artemisia absinthium L., herba publiziert.

Empfohlener Tagesbedarf

Die EMA gibt für die traditionelle Anwendung Dosen von 2-3 g getrocknetem Kraut als Aufguss pro Tag bzw. entsprechende Extrakt-Äquivalente an. Die in Vitaresorp®-Produkten verwendete Menge liegt innerhalb der EU-rechtlichen Thujon-Höchstwerte für Lebensmittel.

Natürliche Quellen

Wermut wächst wild in Europa und wird auch kultiviert. Bekannt ist Wermut als zentrale Zutat des klassischen Wermutweins (Vermouth) und der Spirituose Absinth.

Wer hat erhöhten Bedarf?

Da keine essentielle Substanz, besteht kein klassischer Bedarf.

Hinweise zur Unterversorgung

Nicht zutreffend.

Wechselwirkungen

Personen mit Anfallsleiden (Epilepsie) sollten thujonhaltige Präparate meiden. Bei Magen-Darm-Geschwüren ärztliche Rücksprache vor Einnahme bitterer Kräuterzubereitungen.

Wann sind Effekte zu erwarten?

Die bitter-tonisierende Wahrnehmung tritt bei der traditionellen Anwendung unmittelbar nach der Einnahme ein.

Nebenwirkungen & Sicherheit

Wermut in moderaten Dosen aus regulär in Verkehr gebrachten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln gilt als gut verträglich. Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche und Personen mit Anfallsleiden. Wermut sollte nicht über längere Zeit ohne Pause eingenommen werden.

Tipp

In unserem Kräuter Elixier wird Wermut als Teil einer traditionellen Bitterstoff-Komposition verwendet — die enthaltene Menge ist konform zu den EU-rechtlichen Vorgaben für thujonhaltige Lebensmittel.

Vitaresorp-Produkte mit Wermutkraut

Quellen & wissenschaftliche Referenzen

  1. [1]

    European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). Community herbal monograph on Artemisia absinthium L., herba.

  2. [2]

    Weiterführende biomedizinische Literatur zu Artemisia absinthium — PubMed-Datenbank.

Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.

% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.