Vitamin E — fettlösliches Antioxidans
Tocopherol
Vitamin E ist ein Sammelbegriff für acht fettlösliche Verbindungen (Tocopherole und Tocotrienole). Die biologisch wichtigste Form ist α-Tocopherol.

Was ist es?
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Samen vorkommt. Es lagert sich vor allem in den Zellmembranen ein, wo es als Radikalfänger wirkt. Im Körper wird Vitamin E in Leber und Fettgewebe gespeichert.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
„Vitamin E schützt die Zellen vor oxidativem Stress."
Wortlaute entsprechen den EU-zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Vitaresorp® verwendet ausschließlich diese Formulierungen.
Funktion im Körper
Vitamin E ist ein Sammelbegriff für acht strukturverwandte fettlösliche Verbindungen mit einem Chromanol-Ringsystem — die vier Tocopherole (α, β, γ, δ) mit einer gesättigten Isoprenoid-Seitenkette und die vier Tocotrienole mit einer dreifach ungesättigten Seitenkette. Biologisch wirksamstes Homolog ist RRR-α-Tocopherol, das vom hepatischen α-Tocopherol-Transferprotein selektiv erkannt und in die VLDL-Partikel inkorporiert wird. α-Tocopherol lokalisiert sich in der Lipidphase biologischer Membranen, wo es als kettenbrechendes Antioxidans Peroxyl-Radikale der Lipid-Peroxidation durch Übertragung eines Wasserstoffatoms aus seiner Phenol-Gruppe abfängt. Nach EU-Verordnung 432/2012 ist folgender Wortlaut zugelassen: Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Empfohlener Tagesbedarf
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Vitamin E liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 12 mg α-Tocopherol-Äquivalente pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 11-15 mg pro Tag, abhängig von Alter und Geschlecht.
Natürliche Quellen
Vitamin E ist reichlich in Weizenkeim-, Sonnenblumen-, Distel- und Olivenöl enthalten. Auch Nüsse (Mandeln, Haselnüsse), Samen, Avocados und grünes Blattgemüse liefern relevante Mengen.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Erhöhter Bedarf besteht bei Personen mit eingeschränkter Fettverdauung, intensivem Ausdauersport und bei einer Ernährung sehr arm an pflanzlichen Fetten.
Hinweise zur Unterversorgung
Ein Vitamin-E-Mangel ist in industrialisierten Ländern selten. Tritt er auf, ist meist eine Fettmalabsorption die Ursache. Eine ärztliche Abklärung wird bei Verdacht empfohlen.
Wechselwirkungen
Vitamin E in hohen Dosen kann die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten (z.B. Marcumar, ASS) verstärken — bei Einnahme dieser Wirkstoffe sollte eine ärztliche Rücksprache erfolgen. Die Aufnahme verbessert sich mit fetthaltigen Mahlzeiten.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Vitamin E wird im Fettgewebe gespeichert; Veränderungen des Versorgungsstatus erfolgen über mehrere Wochen.
Nebenwirkungen & Sicherheit
Vitamin E gilt bei normaler Dosierung als gut verträglich. Die EFSA hat einen Tolerable Upper Intake Level von 300 mg α-Tocopherol pro Tag für Erwachsene festgelegt. Die auf dem Etikett angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Tipp
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Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for vitamin E as α-tocopherol, 2015.
[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.

