Vitamin B3 (Niacin) — Vorstufe der Coenzyme NAD und NADP

Niacin (Nicotinamid)

Vitamin B3 (Niacin) ist ein wasserlösliches B-Vitamin und Vorstufe der zentralen Coenzyme NAD und NADP, die in hunderten Stoffwechselreaktionen wirken.

NRV: 16 mg pro TagIn 4 Produkten
Vitamin B3

Was ist es?

Niacin umfasst zwei chemisch verwandte Verbindungen: Nikotinsäure und Nikotinamid. Im Körper werden beide in die Coenzyme Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD) und sein phosphoryliertes Derivat NADP umgewandelt. NAD/NADP sind zentrale Elektronen-Carrier des Stoffwechsels. Niacin kann in begrenztem Umfang auch aus der Aminosäure Tryptophan synthetisiert werden (60 mg Tryptophan ergeben ca. 1 mg Niacin).

Gesundheitsbezogene Angaben

gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012

Für Vitamin B3 sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.

Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.

Funktion im Körper

Niacin (Vitamin B3) ist die Sammelbezeichnung für die Pyridin-Derivate Nikotinsäure und Nikotinamid. Beide Formen werden im Organismus zu den Coenzymen Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD⁺) und seinem phosphorylierten Derivat NADP⁺ aufgebaut, die als zentrale Hydrid-Überträger an hunderten Redoxreaktionen des Energie- und Biosynthese-Stoffwechsels beteiligt sind (Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette, Fettsäure- und Cholesterolsynthese). NAD⁺ ist zudem Substrat der Sirtuine, der Poly(ADP-Ribose)-Polymerasen und der cyclischen ADP-Ribose-Synthasen. Endogen kann Niacin in begrenztem Umfang aus der Aminosäure L-Tryptophan über den Kynurenin-Weg gebildet werden (60 mg Tryptophan ≈ 1 mg Niacin). Nach EU-Verordnung 432/2012 ist u.a. folgender Wortlaut zugelassen: Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei sowie Niacin trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Empfohlener Tagesbedarf

Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Niacin liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 16 mg Niacin-Äquivalenten pro Tag.

Natürliche Quellen

Reich an Niacin sind Fleisch (insbesondere Geflügel und mageres Rind), Fisch (Lachs, Thunfisch), Erdnüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Hefeflocken.

Wer hat erhöhten Bedarf?

Erhöhter Bedarf besteht in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei chronischem Alkoholkonsum.

Hinweise zur Unterversorgung

Ein ausgeprägter Niacin-Mangel (Pellagra) ist in industrialisierten Ländern selten. Eine ärztliche Abklärung wird bei Verdacht empfohlen.

Wechselwirkungen

Hohe Dosen Nikotinsäure (nicht Nikotinamid) können einen vorübergehenden Hautrötungs-Effekt (Flush) auslösen — dies ist harmlos, kann aber als unangenehm empfunden werden. In Vitaresorp®-Produkten wird die Flush-freie Nikotinamid-Form verwendet.

Wann sind Effekte zu erwarten?

Niacin wird im Körper nur in begrenzten Mengen gespeichert; eine regelmäßige Zufuhr ist wichtig.

Nebenwirkungen & Sicherheit

Niacin in normaler Dosierung gilt als gut verträglich. Sehr hohe Dosen Nikotinsäure können zu Hautrötungen, Hitzegefühl und in extremen Fällen zu Leberbelastung führen. Die EFSA hat einen Tolerable Upper Intake Level für Nikotinsäure von 10 mg und für Nikotinamid von 900 mg pro Tag festgelegt. Die auf dem Etikett angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.

Tipp

In Vitaresorp®-Produkten wird die gut verträgliche Nikotinamid-Form verwendet, die keinen Flush-Effekt auslöst.

Vitaresorp-Produkte mit Vitamin B3

Quellen & wissenschaftliche Referenzen

  1. [1]

    European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for niacin, 2014.

  2. [2]

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

  3. [3]

    Weiterführende biomedizinische Literatur zu Niacin — PubMed-Datenbank.

Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.

% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.