SAMe (S-Adenosyl-L-Methionin) — körpereigene Methylgruppen-Quelle
S-Adenosyl-L-Methionin (kurz SAMe oder AdoMet) ist eine vom Körper aus der Aminosäure L-Methionin und Adenosintriphosphat (ATP) gebildete schwefelhaltige Verbindung.

Was ist es?
SAMe ist die wichtigste körpereigene Methylgruppen-Donator-Verbindung. Sie ist an über 200 verschiedenen biochemischen Methylierungs-Reaktionen beteiligt — darunter im DNA-, Phospholipid- und Neurotransmitter-Stoffwechsel. Die Synthese erfolgt überwiegend in der Leber.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
Für S-Adenosyl-L-Methionin (SAMe) sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
S-Adenosyl-L-Methionin (SAMe, AdoMet) ist ein endogenes Sulfonium-Nukleotid, das durch die Methionin-Adenosyltransferase aus L-Methionin und Adenosintriphosphat (ATP) gebildet wird. Die hochenergetische S-Methyl-Bindung am Sulfonium-Zentrum überträgt SAMe als universellen Methylgruppen-Donor in über 200 enzymatisch katalysierten Transmethylierungs-Reaktionen — u.a. an DNA und RNA, Phospholipiden (Phosphatidylethanolamin → Phosphatidylcholin), Neurotransmittern (Adrenalin-Biosynthese aus Noradrenalin) und Proteinen. Nach Abgabe der Methylgruppe entsteht S-Adenosyl-L-Homocystein, das im Methylierungs- und Transsulfurierungs-Zyklus weiter zu Homocystein und Cystein abgebaut wird.
Empfohlener Tagesbedarf
In wissenschaftlichen Untersuchungen werden Dosen von 400-1.200 mg pro Tag eingesetzt. Die in Vitaresorp®-Produkten verwendete Dosierung wird auf der Verpackung deklariert.
Natürliche Quellen
Da SAMe körpereigen synthetisiert wird, kommt es in Lebensmitteln nicht in nennenswerten Mengen vor. Voraussetzung für die körpereigene Synthese ist eine ausreichende Versorgung mit L-Methionin (in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten), Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Die SAMe-Synthese ist abhängig von einer ausgewogenen Versorgung mit den oben genannten Cofaktoren (Folsäure, B12, B6). Bei genetischen Polymorphismen im Methylierungs-Zyklus (z.B. MTHFR-Varianten) kann der Bedarf an Cofaktoren erhöht sein.
Hinweise zur Unterversorgung
Eine isolierte SAMe-Unterversorgung wird nicht klinisch diagnostiziert. Stoffwechsel-Auffälligkeiten im Methylierungs-System werden über andere Marker erfasst.
Wechselwirkungen
SAMe kann mit antidepressiv wirkenden Medikamenten (insbesondere MAO-Hemmern und SSRI) interagieren — bei Einnahme dieser Wirkstoffe ist eine ärztliche Rücksprache zwingend erforderlich. Nicht für Personen mit bipolaren Störungen ohne ärztliche Absprache.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Pharmakokinetisch hat SAMe eine geringe orale Bioverfügbarkeit und einen ausgeprägten First-Pass-Effekt — magensaftresistente Darreichungsformen werden verwendet, um die intestinale Resorption zu verbessern.
Nebenwirkungen & Sicherheit
SAMe in moderaten Dosen gilt als gut verträglich. Mögliche unerwünschte Wirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen oder Reizbarkeit. Nicht für Schwangere und Stillende ohne ärztliche Rücksprache.
Tipp
Vitaresorp-Produkte mit S-Adenosyl-L-Methionin (SAMe)
Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
Bottiglieri T. S-Adenosyl-L-methionine (SAMe): from the bench to the bedside — molecular basis of a pleiotropic molecule. American Journal of Clinical Nutrition, 2002;76(5):1151S-1157S. — DOI: 10.1093/ajcn/76.5.1151S
[2]
Weiterführende biomedizinische Literatur zu SAMe — PubMed-Datenbank.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.
