Rhodiola rosea — Rosenwurz aus den arktischen Gebirgsregionen

Rhodiola rosea, auch Rosenwurz oder Goldwurzel genannt, ist eine in den arktisch-alpinen Gebirgsregionen Europas, Asiens und Nordamerikas heimische Pflanze aus der Familie der Dickblattgewächse. Die Wurzel wird traditionell in der skandinavischen, russischen und tibetischen Pflanzenkunde verwendet.

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Rhodiola Rosea Extrakt

Was ist es?

Rhodiola rosea ist eine zweihäusige sukkulente Staude, die in extremen Höhenlagen und kühlen Klimazonen wächst. Der Wurzelstock enthält charakteristische sekundäre Pflanzenstoffe — vor allem Salidrosid, Rosavin, Rosin und Rosarin (zusammen als Rosavine bezeichnet). In Vitaresorp®-Produkten wird ein standardisierter Wurzelextrakt mit definiertem Rosavin- und Salidrosid-Gehalt verwendet.

Gesundheitsbezogene Angaben

gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012

Für Rhodiola Rosea Extrakt sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.

Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.

Funktion im Körper

Der Wurzelstock von Rhodiola rosea enthält als charakteristische sekundäre Pflanzenstoffe das Phenylethanoid-Glykosid Salidrosid (Rhodiolosid) sowie die Phenylpropanoid-Glykoside Rosavin, Rosin und Rosarin (zusammen als Rosavine bezeichnet, typischerweise 3 % der Trockenmasse standardisierter Extrakte). Daneben treten Flavonoide (Rhodionin, Rhodiosin), Monoterpene, ein geringer Gehalt ätherisches Öl mit Rosenduft-Charakter (daher der Name) sowie Gerbstoffe auf. Die European Medicines Agency (HMPC) hat eine Community Herbal Monograph zu Rhodiola rosea L., rhizoma et radix publiziert.

Empfohlener Tagesbedarf

In wissenschaftlichen Studien werden Tagesdosen von 200-600 mg standardisiertem Wurzelextrakt eingesetzt. Die EMA empfiehlt für die traditionelle Anwendung Dosen in diesem Bereich.

Natürliche Quellen

Rhodiola rosea wächst wild in den arktischen Bergregionen Skandinaviens, Sibiriens, der Altai-Region, der Mongolei, Tibet und Teilen Nordamerikas. Wegen der zunehmenden Knappheit wildwachsender Bestände wird Rhodiola heute überwiegend kultiviert. Für Vitaresorp®-Produkte wird zertifizierter standardisierter Wurzelextrakt verwendet.

Wer hat erhöhten Bedarf?

Da keine essentielle Substanz, besteht kein klassischer Bedarf. Die Einnahme erfolgt anlassbezogen.

Hinweise zur Unterversorgung

Nicht zutreffend — Rhodiola ist kein essentieller Nährstoff.

Wechselwirkungen

Rhodiola kann die Wirkung bestimmter Antidepressiva (insbesondere SSRI/SNRI) und sedierender Medikamente beeinflussen. Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Wirkstoffe ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert. Nicht für Personen mit bipolaren Störungen ohne ärztliche Absprache.

Wann sind Effekte zu erwarten?

In wissenschaftlichen Studien werden Effekt-Messungen typischerweise nach 4-12 Wochen kontinuierlicher Einnahme durchgeführt — die pharmakokinetischen Eigenschaften der Rosavine und des Salidrosids sind in der Forschungsliteratur dokumentiert.

Nebenwirkungen & Sicherheit

Standardisierter Rhodiola-Wurzelextrakt gilt bei sachgemäßer Dosierung als gut verträglich. Selten werden leichte Magen-Darm-Beschwerden, trockener Mund oder Schlafstörungen berichtet. Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche ohne ärztliche Rücksprache.

Tipp

Die Standardisierung auf einen definierten Rosavin- und Salidrosid-Gehalt ist das Qualitätsmerkmal bei Rhodiola-Extrakten. Eine Einnahme am Morgen ist wegen der adaptogenen Klassifikation in der traditionellen Anwendung üblich — eine Einnahme am späten Abend wird wegen möglicher Schlafbeeinflussung nicht empfohlen.

Vitaresorp-Produkte mit Rhodiola Rosea Extrakt

Quellen & wissenschaftliche Referenzen

  1. [1]

    European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). Community herbal monograph on Rhodiola rosea L., rhizoma et radix, 2012.

  2. [2]

    Panossian A, Wikman G, Sarris J. Rosenroot (Rhodiola rosea): traditional use, chemical composition, pharmacology and clinical efficacy. Phytomedicine, 2010;17(7):481-493. — DOI: 10.1016/j.phymed.2010.02.002

  3. [3]

    Chiang HM, Chen HC, Wu CS, Wu PY, Wen KC. Rhodiola plants: Chemistry and biological activity. Journal of Food and Drug Analysis, 2015;23(3):359-369. — DOI: 10.1016/j.jfda.2015.04.007

  4. [4]

    Weiterführende biomedizinische Literatur zu Rhodiola rosea — PubMed-Datenbank.

Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.

% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.