Mangan — Spurenelement für Knochen und Bindegewebe
Mangan ist ein essentielles Spurenelement und Cofaktor zahlreicher Enzyme. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat mehrere Funktionen für Mangan offiziell anerkannt.

Was ist es?
Mangan (chemisches Symbol Mn) liegt im Körper überwiegend in Knochen, Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse vor. Es ist Cofaktor von Enzymen, die u.a. an Glykosaminoglykan-Synthese (Knorpel- und Bindegewebsbildung) und antioxidativer Verteidigung beteiligt sind.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
Für Mangan sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
Mangan ist ein essentielles Übergangsmetall, das im Organismus überwiegend in den Oxidationsstufen Mn²⁺ und Mn³⁺ vorliegt und an spezifische Transportproteine (Transferrin, α2-Makroglobulin) gebunden zirkuliert. Es ist prosthetisches Metallzentrum mehrerer Enzyme — u.a. der mitochondrialen Mangan-Superoxiddismutase (MnSOD), der Arginase im Harnstoffzyklus, der Pyruvat-Carboxylase in der Gluconeogenese und der Glykosyltransferasen der Glykosaminoglykan-Synthese. Nach EU-Verordnung 432/2012 ist u.a. folgender Wortlaut zugelassen: Mangan trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei sowie Mangan trägt zu einer normalen Bildung von Bindegewebe bei.
Empfohlener Tagesbedarf
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Mangan liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 2 mg pro Tag. Die EFSA gibt einen Adequate Intake von 3 mg/Tag für Erwachsene an.
Natürliche Quellen
Reich an Mangan sind Vollkornprodukte (insbesondere Hafer und brauner Reis), Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Ananas und schwarzer Tee.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Erhöhter Bedarf ist beim gesunden Menschen selten. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf in der Regel zuverlässig.
Hinweise zur Unterversorgung
Ein Mangan-Mangel ist beim Menschen extrem selten — typischerweise nur bei spezifischen Stoffwechsel-Erkrankungen dokumentiert.
Wechselwirkungen
Hohe Eisen- und Calcium-Mengen können die Mangan-Aufnahme reduzieren.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Eine Veränderung im Mangan-Status zeigt sich nur langsam — die Körperspeicher sind klein, aber kontinuierliche Zufuhr ist meist ausreichend.
Nebenwirkungen & Sicherheit
Mangan aus Lebensmitteln und in Nahrungsergänzungsmitteln in moderater Dosierung gilt als gut verträglich. Sehr hohe Dosen über lange Zeit sollten vermieden werden. Die auf dem Etikett angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Tipp
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Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for manganese, 2013.
[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.

