Eisen — Spurenelement für Sauerstofftransport und Energie
Eisen ist ein essentielles Spurenelement und ein zentraler Bestandteil von Hämoglobin, dem Sauerstoff-transportierenden Protein der roten Blutkörperchen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat zahlreiche Funktionen für Eisen offiziell anerkannt.

Was ist es?
Eisen (chemisches Symbol Fe) liegt im Körper überwiegend gebunden an Proteine vor — in Hämoglobin, Myoglobin und zahlreichen Enzymen. Im Darm wird zwischen Häm-Eisen (aus tierischen Quellen, gut bioverfügbar) und Nicht-Häm-Eisen (aus pflanzlichen Quellen, abhängig von Begleitstoffen) unterschieden. In Vitaresorp®-Produkten wird ein gut verträgliches Eisen-Bisglycinat verwendet.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
„Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei."
Wortlaute entsprechen den EU-zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Vitaresorp® verwendet ausschließlich diese Formulierungen.
Funktion im Körper
Eisen ist ein essentielles Übergangsmetall, das im Körper überwiegend als zwei- (Fe²⁺) oder dreiwertiges (Fe³⁺) Kation in Form prosthetischer Gruppen vorliegt. Es ist Zentralatom des Häm-Komplexes in Hämoglobin (Erythrozyten) und Myoglobin (Muskelgewebe) sowie Bestandteil zahlreicher Eisen-Schwefel-Cluster und Häm-Enzyme der mitochondrialen Atmungskette, der Cytochrom-P450-Monooxygenasen und der Katalase. Speicherform ist das Eisen-Speicherprotein Ferritin, Transportform das Plasma-Protein Transferrin. Nach EU-Verordnung 432/2012 ist u.a. folgender Wortlaut zugelassen: „Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei” sowie „Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei”.
Empfohlener Tagesbedarf
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Eisen liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 14 mg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für erwachsene Frauen (menstruierend) 16 mg/Tag, für Männer 11 mg/Tag.
Natürliche Quellen
Reich an Häm-Eisen sind rotes Fleisch, Innereien und Fisch. Pflanzliches Nicht-Häm-Eisen findet sich in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Kürbiskernen und getrockneten Aprikosen. Die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen wird durch Vitamin C deutlich verbessert; Tannine (Kaffee, Tee) und Calcium hemmen sie.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Erhöhter Bedarf besteht bei menstruierenden Frauen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei intensivem Ausdauersport, bei Blutspendern, vegetarisch und vegan lebenden Menschen sowie nach Blutverlusten.
Hinweise zur Unterversorgung
Eisenmangel ist weltweit der häufigste Mikronährstoffmangel. Anzeichen können Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Blässe oder brüchige Nägel sein. Eine ärztliche Diagnostik (Ferritin, Transferrinsättigung, Hämoglobin) klärt den Status zuverlässig — eine Eisensupplementation sollte nur bei nachgewiesenem Mangel und unter ärztlicher Begleitung erfolgen.
Wechselwirkungen
Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme — eine zeitgleiche Einnahme ist empfehlenswert. Calcium, Tannine (Kaffee, Schwarz- und Grüntee), Polyphenole und Phytate können die Eisenaufnahme reduzieren — ein zeitlicher Abstand von 1-2 Stunden ist sinnvoll. Eisen kann die Aufnahme bestimmter Antibiotika (Tetracycline, Chinolone) und Schilddrüsen-Medikamente beeinträchtigen.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Veränderungen im Eisen-Status (Ferritin) sind nach mehreren Wochen kontinuierlicher Zufuhr messbar. Eine Verbesserung der subjektiven Beschwerden bei nachgewiesenem Mangel zeigt sich typischerweise nach 4-12 Wochen.
Nebenwirkungen & Sicherheit
Eisen kann bei einigen Personen Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, Stuhlverfärbung) verursachen. Eisen-Bisglycinat ist in der Regel besser verträglich als Eisen-Sulfat. Eine zu hohe Eisenzufuhr bei Personen mit Eisenüberschuss (z.B. Hämochromatose) kann gesundheitsschädlich sein — vor einer Supplementation ohne ärztliche Anweisung sollte der Eisenstatus überprüft werden.
Tipp
Vitaresorp-Produkte mit Eisen
Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for iron, 2015.
[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
[3]
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Eisen-Zufuhr.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.

