Curcumin — Hauptpolyphenol der Curcuma-Wurzel
Curcumin (Diferuloylmethan) ist der gelborange Hauptwirkstoff der indischen Gelbwurz Curcuma longa. Es zählt zur Gruppe der Curcuminoide und ist einer der am intensivsten erforschten pflanzlichen Polyphenole überhaupt.

Was ist es?
Curcumin ist ein hydrophobes Polyphenol mit der chemischen Strukturformel C₂₁H₂₀O₆. In der frischen Curcuma-Wurzel macht es zusammen mit Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin den als „Curcuminoide” bezeichneten Anteil aus — typischerweise 2-5% der Trockenmasse der Wurzel. Curcumin verleiht sowohl der Gewürzpflanze als auch dem Kurkuma-Pulver die charakteristische gelborange Farbe und ist als Lebensmittelfarbstoff E 100 zugelassen.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
Für Curcumin sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
Curcumin (1,7-Bis(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)-1,6-heptadien-3,5-dion) ist ein hydrophobes Diferuloylmethan-Polyphenol mit der Summenformel C₂₁H₂₀O₆ und liegt in Lösung in einem pH-abhängigen Keto-Enol-Tautomerie-Gleichgewicht vor. Im neutralen bis sauren Milieu dominiert die diketonische Form, im alkalischen Milieu die enolische. Die Substanz ist praktisch wasserunlöslich, jedoch gut löslich in organischen Lösungsmitteln und Lipiden — dies bestimmt die pharmakokinetisch limitierte intestinale Resorption. Als Lebensmittelfarbstoff ist Curcumin unter der Nummer E 100 zugelassen.
Empfohlener Tagesbedarf
Die EFSA hat einen Acceptable Daily Intake (ADI) für Curcumin als Lebensmittelfarbstoff von 3 mg pro kg Körpergewicht festgelegt — das entspricht für einen Erwachsenen etwa 180-210 mg pro Tag. Die in Vitaresorp®-Produkten verwendete Dosierung orientiert sich an diesen Werten.
Natürliche Quellen
Curcumin ist ausschließlich in der Wurzel von Curcuma longa und einigen verwandten Curcuma-Arten enthalten. Es wird traditionell aus dem getrockneten und pulverisierten Wurzelstock gewonnen. Hochwertige Curcumin-Extrakte enthalten standardisiert 95% Curcuminoide.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Da kein essentieller Nährstoff, besteht kein klassischer „Bedarf” an Curcumin. Die Verwendung erfolgt als Bestandteil der traditionellen indischen Küche und Ayurveda oder in Form standardisierter Nahrungsergänzungs-Präparate.
Hinweise zur Unterversorgung
Nicht zutreffend — Curcumin ist kein essentieller Nährstoff.
Wechselwirkungen
Curcumin kann die Wirkung blutverdünnender Medikamente (z.B. Marcumar, ASS, Heparin) verstärken — bei Einnahme dieser Wirkstoffe ist eine ärztliche Rücksprache empfohlen. Hochdosierte Curcumin-Einnahme während einer Chemotherapie sollte ebenfalls ärztlich abgestimmt werden.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Die Resorption von freiem Curcumin im Verdauungstrakt ist nach pharmakokinetischen Daten extrem gering — Studien zeigen Resorptionsraten von oft unter 5%. Die Plasma-Halbwertszeit ist kurz (wenige Stunden), die Ausscheidung erfolgt überwiegend über die Galle. Die liposomale Vitaresorp®-Formulierung adressiert exakt diese Resorptions-Limitation: die in Mizellen verpackten Curcuminoide werden im Darm deutlich besser aufgenommen — die dokumentierte Verbesserung der Bioverfügbarkeit ist Gegenstand unserer Patentschrift und der zugehörigen Studie.
Nebenwirkungen & Sicherheit
Curcumin in den üblichen Dosen aus Nahrungsergänzungsmitteln gilt als gut verträglich. In hohen Dosen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Personen mit Gallensteinen oder Gallenwegsverschluss sollten Curcumin-Präparate nicht ohne ärztliche Rücksprache einnehmen, da Curcumin den Gallenfluss anregen kann. Nicht für Schwangere und Stillende ohne ärztliche Absprache.
Tipp
Vitaresorp-Produkte mit Curcumin
Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Re-evaluation of curcumin (E 100) as a food additive, 2010.
[2]
European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). Community herbal monograph on Curcuma longa L., rhizoma, 2018.
[3]
Anand P, Kunnumakkara AB, Newman RA, Aggarwal BB. Bioavailability of curcumin: problems and promises. Molecular Pharmaceutics, 2007;4(6):807-818. — DOI: 10.1021/mp700113r
[4]
Aggarwal BB, Sundaram C, Malani N, Ichikawa H. Curcumin: the Indian solid gold. Advances in Experimental Medicine and Biology, 2007;595:1-75. — DOI: 10.1007/978-0-387-46401-5_1
[5]
Weiterführende biomedizinische Literatur zu Curcumin — PubMed-Datenbank.
[6]
Laufende klinische Studien zu Curcumin — ClinicalTrials.gov.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.
