Bor — Ultraspurenelement im Stoffwechsel
Bor ist ein Halbmetall, das in geringen Mengen in pflanzlichen Lebensmitteln, Trinkwasser und im menschlichen Körper vorkommt. Es zählt zu den Ultraspurenelementen — die offizielle Klassifikation als essentielles Element für den Menschen ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.

Was ist es?
Bor (chemisches Symbol B, Ordnungszahl 5) liegt in Lebensmitteln und im Körper überwiegend als Borsäure (H₃BO₃) und Borate vor. Bor kommt besonders in pflanzlichen Quellen vor und reichert sich in einigen Pflanzenarten an. Die durchschnittliche Aufnahme über eine westliche Mischkost wird auf 1-2 mg pro Tag geschätzt.
Gesundheitsbezogene Angaben
gemäß EU-Verordnung 1924/2006 i.V.m. 432/2012
Für Bor sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
Bor liegt im Organismus überwiegend als undissoziierte Borsäure B(OH)₃ und als Borat-Anion B(OH)₄⁻ vor. Borsäure bildet mit cis-Diol-Gruppen biologisch relevanter Moleküle (Zucker, Glykolipide, Nukleotide, Glykoproteine) reversible Borat-Ester. Bor ist beim Menschen ein Ultraspurenelement; die Klassifikation als essentielles Element ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.
Empfohlener Tagesbedarf
Die EFSA hat einen Tolerable Upper Intake Level (UL) für Bor von 10 mg pro Tag für Erwachsene festgelegt. Die in Vitaresorp®-Produkten verwendete Dosis liegt deutlich unterhalb dieses Wertes.
Natürliche Quellen
Borreich sind Trockenfrüchte (insbesondere Rosinen, Pflaumen, Datteln), Nüsse und Hülsenfrüchte, Avocado, Brokkoli, Birnen und Äpfel. In Mineralwässern variiert der Bor-Gehalt regional erheblich.
Wer hat erhöhten Bedarf?
Da keine zwingende Essenzialität nachgewiesen ist, wird kein klassischer Bedarf abgeleitet. Die Aufnahme über eine ausgewogene pflanzenbasierte Kost ist in der Regel ausreichend.
Hinweise zur Unterversorgung
Ein dokumentierter Bor-Mangel beim Menschen ist in der wissenschaftlichen Literatur nicht etabliert.
Wechselwirkungen
Bor kann mit Calcium- und Magnesium-Stoffwechsel-Pfaden interagieren — die wissenschaftliche Datenlage ist Gegenstand laufender Forschung. Bei der Einnahme borhaltiger Präparate während Schwangerschaft, Stillzeit oder bei bestehenden Nierenerkrankungen ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert.
Wann sind Effekte zu erwarten?
Pharmakokinetische Daten zeigen eine vollständige Resorption von Borat aus dem Magen-Darm-Trakt und eine überwiegend renale Ausscheidung innerhalb von 24 Stunden.
Nebenwirkungen & Sicherheit
Bei sachgemäßer Dosierung gilt Bor als gut verträglich. Hohe Dosen können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die EFSA hat einen UL von 10 mg/Tag festgelegt. Die auf dem Etikett angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden. Nicht für Schwangere und Stillende.
Tipp
Vitaresorp-Produkte mit Bor
Quellen & wissenschaftliche Referenzen
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals — Boron, 2004.
[2]
Nielsen FH. Update on human health effects of boron. Journal of Trace Elements in Medicine and Biology, 2014;28(4):383-387. — DOI: 10.1016/j.jtemb.2014.06.023
[3]
Weiterführende biomedizinische Literatur zu Bor — PubMed-Datenbank.
Die hier aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.
